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Wissen · GEO-Checkliste

Findet ChatGPT Ihre Website? Machen Sie den Test

Die Kurzantwort: Immer mehr Kunden fragen ChatGPT, Perplexity oder Googles KI statt der klassischen Suche. Ob Ihr Betrieb in diesen Antworten vorkommt, können Sie in 5 Minuten selbst testen — und mit sechs Punkten gezielt verbessern. Wie beides geht, steht hier.

Warum das wichtig ist

Kein Panik-Marketing, nur nüchterne Mechanik: Eine KI-Antwort auf „Wer macht X in Y?" nennt typischerweise nur wenige Anbieter — deutlich weniger als eine Google-Ergebnisseite. Sie sind drin oder draußen, ein „Seite 2" gibt es nicht. Dazu kommt: Die KI übernimmt Ihre Daten so, wie sie sie im Netz findet. Wenn dort eine alte Telefonnummer oder falsche Öffnungszeiten stehen, erzählt die KI das Ihren Kunden weiter.

Der 5-Minuten-Selbsttest

Test 1: Fragen Sie nach Ihrem eigenen Betrieb

Öffnen Sie ChatGPT (mit aktivierter Websuche) oder Perplexity und fragen Sie: „Was weißt du über [Ihr Firmenname] in [Ihr Ort]?" Prüfen Sie die Antwort wie ein neuer Kunde: Kennt die KI Ihren Betrieb überhaupt? Stimmen Angebot, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten?

Test 2: Fragen Sie nach Ihrer Branche am Ort

Der härtere Test, denn so suchen Menschen, die Sie noch nicht kennen: „Empfiehl mir einen [Friseur/Installateur/ein Café …] in [Ihr Ort]." Stellen Sie die Frage ruhig in zwei, drei Varianten. Werden Sie genannt? Wer wird stattdessen genannt?

Das Ergebnis einordnen

Eine Einschränkung gehört dazu: KI-Antworten sind nicht deterministisch — dieselbe Frage kann unterschiedlich ausfallen. Der Test ist eine Stichprobe, kein Messgerät. Für die Tendenz reicht er völlig.

Die GEO-Checkliste: 6 Punkte

1. Crawlbar für KI-Bots

KI-Systeme können nur zitieren, was sie lesen dürfen. Prüfen Sie Ihre robots.txt: Blockiert sie — oft versehentlich, durch pauschale Regeln — Crawler wie GPTBot oder PerplexityBot? Googles AI Overviews nutzen den normalen Googlebot, der ohnehin selten gesperrt ist. Und: Ihre Inhalte sollten als Text im HTML stehen, nicht erst per JavaScript zusammengebaut werden.

2. Klare Aussagen statt Marketing-Nebel

„Ihr Partner für ganzheitliche Lösungen" kann keine KI zitieren. „Wir sind eine Kfz-Werkstatt in Traiskirchen, spezialisiert auf Oldtimer" schon. Wer, was, wo, für wen — in ganzen Sätzen, die auch ohne den Rest der Seite verständlich sind.

3. Fragen beantworten (FAQ)

KI-Suchen beantworten Fragen — Seiten, die Fragen sichtbar stellen und direkt beantworten, liefern ihnen fertiges Material. Nehmen Sie die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon wirklich stellen, und beantworten Sie sie auf der Website. Wichtig: sichtbar im Text, nicht in aufklappbaren Elementen versteckt, die ohne JavaScript leer sind.

4. Strukturierte Daten (Schema.org)

Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Fakten im Code Ihrer Seite: was für ein Betrieb Sie sind (LocalBusiness), was Sie anbieten, Ihre Kontaktdaten, Ihre FAQ (FAQPage). Für Besucher unsichtbar, für Maschinen die verlässlichste Quelle. Die meisten Baukasten-Websites haben davon: nichts.

5. Konsistente Firmendaten (NAP)

Name, Adresse, Telefonnummer — überall identisch: auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, in Verzeichnissen. Widersprüchliche Angaben sind der häufigste Grund für falsche Fakten in KI-Antworten (siehe Test 1). Alte Einträge mit alter Nummer? Korrigieren oder löschen lassen.

6. Erwähnungen außerhalb der eigenen Website

KI-Systeme lesen das ganze Web und gewichten, was mehrere Quellen bestätigen. Ein Betrieb, der nur auf der eigenen Seite existiert, ist eine schwache Quelle. Branchenverzeichnisse, echte Bewertungen, lokale Presse, die Gemeinde-Website — jede seriöse Erwähnung stärkt Ihre Position. Qualität vor Masse.

Automatisch prüfen statt selbst durchklicken: PageCheck

Die Punkte 1 bis 5 kann man von Hand prüfen — oder automatisch. Mein Tool PageCheck analysiert Ihre Website auf technische SEO-Basics und GEO-Faktoren (Crawlbarkeit, strukturierte Daten, Meta-Angaben, Firmendaten) und macht daraus einen priorisierten Maßnahmenplan: was zuerst, was danach, was egal ist. Kostenlos, ohne Anmeldung, Ergebnis in wenigen Minuten.

Und wenn ich nicht vorkomme?

Dann der nüchterne Fahrplan, in dieser Reihenfolge: zuerst die SEO-Basis in Ordnung bringen (crawlbare Technik, Google-Unternehmensprofil, klare Inhalte), dann die sechs Checklisten-Punkte abarbeiten, dann Geduld — und in ein paar Wochen neu testen. Warum die Reihenfolge so ist und wie GEO und SEO zusammenspielen, erklärt der Grundlagen-Artikel: GEO vs. SEO — der Unterschied einfach erklärt.

Garantieren kann eine Nennung niemand — die Systeme ändern sich laufend. Beeinflussbar ist, ob die KI gutes, zitierfähiges Material über Ihren Betrieb findet. Genau daran arbeite ich mit meinen Kunden: SEO- & GEO-Optimierung, laufend statt einmalig.

Häufige Fragen

Wie finde ich heraus, ob ChatGPT meine Website kennt?

Fragen Sie ChatGPT (mit aktivierter Websuche) oder Perplexity direkt nach Ihrem Firmennamen und danach nach Ihrer Branche plus Ort. Prüfen Sie: Werden Sie genannt? Stimmen Telefonnummer, Adresse und Angebot?

Soll ich KI-Crawler wie GPTBot blockieren?

Wer in KI-Antworten vorkommen will: nein. Blockierte Crawler bedeuten, dass KI-Systeme die Inhalte nicht als Quelle nutzen können. Das Blockieren ist eine bewusste Entscheidung gegen diese Sichtbarkeit — kein sinnvoller Standard für lokale Betriebe.

Reicht gutes SEO, um in KI-Antworten zu erscheinen?

SEO ist die Grundlage, aber nicht die ganze Antwort: KI-Systeme bevorzugen zitierfähige, klar strukturierte Aussagen, beantwortete Fragen und konsistente Firmendaten — genau das prüft die GEO-Checkliste.

Was ist PageCheck?

PageCheck (pagecheck.at) ist ein Analyse-Tool von Martin Meinhold, das Websites auf technische SEO-Basics und KI-/GEO-Sichtbarkeitsfaktoren prüft und die Ergebnisse als priorisierten Maßnahmenplan ausgibt.

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